• Werner Grimm, Margarete Knödler Pasch, Isolde und Otto Betz Jakobs Weih-Nächte. Der Urvater Israels im Alten Testament.
    Im frühjüdischen Schrifttum. In der Weltliteratur.
    2013, Durchgesehene Auflage 2016
    320 Seiten, Hardcover, Großformat mit Farbfotos
    ISBN 978-3-00-042054-2
    Verlag Werner Grimm Tübingen

    Reihe: Biblische Raritäten Band 11 25,50 €
    Bd-11 Schatten

    Die Seele des Judentums ist eine Jakobseele, befand Martin Buber. Allein schon deshalb übt die Figur des Erzvaters bis auf den heutigen Tag eine magische Anziehungskraft auf alle aus, welche die Hebräische Bibel als Heilige Schrift verehren. Aber Jakob stößt auch auf die Neugier der Literaturwissenschaft. Darf man doch die sich um ihn rankenden Erzählungen des Buches Genesis getrost zum literarischen Weltkulturerbe rechnen, zumal uns mit ihnen eine der ganz wenigen Teilbiographien aus dem Jahrtausend vor der Zeitenwende begegnet.

    Jakob hält Juden und Christen in Atem, fordert sie immer wieder heraus, den eigenen Glauben auch in der Auseinandersetzung mit einer bemerkenswert schillernden Gestalt der biblischen Tradition zu formieren. Aber auch viele Sinn Suchende, die sich keiner biblischen Religion zugehörig wissen, finden in den Jakobsgeschichten psychologisch, auch entwicklungspsychologisch Kostbares, das einer Betrachtung, eines inneren Dialogs wohl wert ist.

    So nimmt es nicht wunder, dass die Jakob betreffenden Genesis-Texte eine opulente Auslegungsgeschichte evoziert haben. Im hiermit vorgelegten großen Jakobsbuch führen wir zusammen:

    eine erneute Auslegung der alttestamentlichen Texte im Gespräch mit den bibelwissenschaftlichen  Kommentaren und unter der neuen Perspektive der Weih-Nächte des Erzvaters; die Auslegungstraditionen, wie sie in den theologischen Schriften des Frühjudentums vorliegen; eine Betrachtung der Genesis-Texte aus literaturwissenschaftlicher Perspektive und eine Durchmusterung der Weltliteratur auf Rezeptionen des Jakobmotivs hin; vier Predigten, welche die Bedeutung der alttestamentlichen Figur für uns erschließen.